Kruder & Dorfmeister - K&D Kicks 30 JubiläumstourKruder & Dorfmeister - K&D Kicks 30 Jubiläumstour




Über
Alles, was in der Geschichte des Original BedroomRockers StudioKruder begann, ist nicht nur eine Geschichte der Ablehnung und des Verzichts. Als die beiden in den frühen 1990er Jahren begannen, gemeinsam Musik zu machen, gab es kaum etwas, was die beiden nicht falsch gemacht hätten, und deshalb genau richtig. Zu dieser Zeit war Wien eine Metropole der aufstrebenden Techno-Bewegung und war während der ersten Blütezeit des revolutionären Stils aktiv. Aber die beiden Herren, Kdancefloor der 1980er Jahre, die nach einer universellen Sprache der Tanzmusik suchten, beeinflusst von Hip Hop, Raregroove, Dub, New Wave und nicht zuletzt von Musik, die sich zwischen all diesen Kategorien abhob. Als die ersten Post-Säure-Jazz-Produktionen von Labels wie Ninja Tune oder MoWax eine neue Ära einläuteten, ließ Kruders bahnbrechendes Debüt G-Stoned, das anscheinend bereits von den Elegiacarrangements von Produktionen aus den 1960er und 1970er Jahren von Afro-Jazzand Pink Floyd beeinflusst war, viele Top-Produzenten den Hinterkopf kratzen und sich fragen, wer mit nur zwei Akaisamplers, einem Roland Space Delay und einem staubigen Mixer, einen so anorganisch fließenden, komplexen und doch subtilen Sound hätte erzeugen können. Angebote kamen wie heftige Regenfälle an einem Sommertag herein, aber die beiden hartnäckigen Herren spielten nicht mit: Nach dem Erfolg ihrer DJ-Kicks and Sessions CDs, die weltweit Millionen verkauften, lehnten sie die meisten ab. Ks Tosca oder Kruders PeaceOrchestra. Wer damals die beiden DJings hörte, merkte, dass das Klischee des Smokey Time-Loop Jazz längst hinter sich gelassen worden war und seinem eigenen Forschungsgeist nachgegeben hatte. Neben Exkursionen zu Drum & Bass und Subgenres, wie gebrochenem Beat, schlichen sich gerade 4/4-Rhythmen in ihre Sets ein und rauchten den ewigen balearischen Sonnenuntergang auf.